Video Automation

Ratgeber · 2026-11-07

YouTube Shorts automatisch hochladen

Wer regelmäßig Shorts veröffentlicht, will sie nicht jedes Mal einzeln in YouTube Studio hochladen. Hier lesen Sie, wie der Upload über die offizielle API abläuft, welche Grenzen gelten und wie Sie Shorts mit einem einzigen Aufruf planen.

YouTube bietet für Uploads die YouTube Data API v3 an. Darüber laufen alle seriösen Planungswerkzeuge, auch Video Automation. Es gibt keinen eigenen Endpunkt für Shorts: Ein Short ist ein normales Video, das YouTube anhand seiner Form als Short einordnet.

Wann ist ein Video ein Short?

YouTube entscheidet das selbst. Es gibt in der API kein Feld „ist ein Short“. Damit ein Video als Short erscheint, sollte es

Ein Hashtag wie #Shorts im Titel oder in der Beschreibung schadet nicht, ist für die Einordnung aber nicht entscheidend. Prüfen Sie Format und Länge lieber vor dem Upload, dann gibt es keine Überraschungen.

So läuft der Upload über die API

Technisch besteht ein Upload aus wenigen Schritten:

  1. Anmeldung über Google OAuth. Der Kanalinhaber erlaubt der Anwendung einmal, Videos hochzuladen. Dafür genügt die Berechtigung youtube.upload. Die Anwendung erhält ein Zugangstoken, das etwa eine Stunde gilt, und ein Aktualisierungstoken, mit dem sie später neue Zugangstokens holt.
  2. Upload-Sitzung starten. Die Anwendung sendet Titel, Beschreibung, Tags und Sichtbarkeit an videos.insert und erhält eine Sitzungsadresse.
  3. Datei übertragen. Die Datei geht in Teilen an diese Adresse. Jeder Teil muss ein Vielfaches von 256 KiB groß sein, nur der letzte nicht. Bricht die Verbindung ab, setzt der Upload an der letzten bestätigten Stelle fort.
  4. Verarbeitung abwarten. YouTube verarbeitet das Video danach noch eine Weile, bevor es in voller Qualität verfügbar ist.

Die Sichtbarkeit legen Sie über privacyStatus fest: public, unlisted oder private. Für eine zeitgesteuerte Veröffentlichung kennt YouTube das Feld publishAt. Es setzt voraus, dass das Video zunächst privat ist.

Die Quota: 100 Uploads pro Tag und Projekt

Hier hat sich 2026 einiges geändert. Seit dem 1. Juni 2026 hat videos.insert bei YouTube ein eigenes Kontingent. Laut der Dokumentation von Google sind das 100 Einheiten pro Tag, jeder Aufruf kostet eine Einheit. Das bedeutet: 100 Uploads pro Tag je Google-Cloud-Projekt, und zwar für alle Nutzer dieses Projekts zusammen.

Für Sie als einzelner Kanal ist das selten eine Grenze. Für einen Dienst, der viele Kanäle bedient, schon. Mehr Kontingent gibt es nur über ein Audit von YouTube, das die konkrete Nutzung prüft. Daneben gibt es Grenzen je Kanal, die YouTube nicht in Zahlen veröffentlicht. Wird eine davon erreicht, antwortet die API mit einem Fehler.

Eine weitere Änderung ist erfreulich: Bis Anfang November 2026 wurden Videos aus nicht geprüften API-Projekten zwangsweise auf privat gesetzt. Seit dem 2. November 2026 gilt das laut Änderungsprotokoll der API nicht mehr.

Video Automation zählt die YouTube-Uploads je Tag mit und wiederholt Beiträge bei vorübergehenden Fehlern der Plattform automatisch mit wachsenden Abständen. Lehnt YouTube einen Upload endgültig ab, sehen Sie den Grund im Verlauf. Wie viel YouTube-Kontingent unsere Anwendung aktuell hat, beschreiben wir in den häufigen Fragen.

Shorts mit einem Aufruf planen

Mit Video Automation brauchen Sie sich um OAuth, Teil-Uploads und Wiederholungen nicht zu kümmern. Sie verbinden Ihren Kanal einmal im Dashboard und senden danach einen einzigen Aufruf:

curl -X POST "https://my-video-automation.com/api/upload" \
  -H "Authorization: Apikey YOUR_KEY" \
  -F user=mein_kanal \
  -F "platform[]=youtube" \
  -F title="Drei Tipps für den Winterreifenwechsel #Shorts" \
  -F youtube_description="Kurz erklärt aus unserer Werkstatt." \
  -F privacyStatus=public \
  -F selfDeclaredMadeForKids=false \
  -F video=@short.mp4 \
  -F scheduled_date=2026-11-14T17:30:00 \
  -F timezone=Europe/Berlin

Der Titel ist für YouTube Pflicht und darf höchstens 100 Zeichen haben. Mit timezone lesen wir scheduled_date als Ortszeit, hier also 17:30 Uhr in Berlin. Die Antwort enthält eine job_id, mit der Sie den Beitrag später ändern oder löschen können.

Statt eines festen Zeitpunkts können Sie den Beitrag auch in den Kalender legen und im Dashboard verschieben. Wenn Sie dasselbe Video zusätzlich auf TikTok oder Instagram veröffentlichen wollen, ergänzen Sie weitere platform[]-Felder.

Zwei Angaben, die Sie selbst machen müssen

Für Kinder bestimmt

YouTube verlangt, dass Sie für jedes Video angeben, ob es sich an Kinder richtet (selfDeclaredMadeForKids). Diese Angabe hat rechtliche Folgen, deshalb treffen Sie sie selbst. Wir setzen sie nicht stillschweigend für Sie.

Mit KI erstellt oder verändert

Zeigt ein Video realistisch wirkende Inhalte, die mit KI erstellt oder verändert wurden, sollten Sie das kennzeichnen. Dafür gibt es das Feld containsSyntheticMedia oder plattformübergreifend is_ai_generated. Video Automation reicht die Angabe an YouTube weiter.

Häufige Fehler

Zugriff widerrufen

Sie können den Zugriff jederzeit selbst beenden: im Dashboard über „Konto trennen“ oder direkt bei Google unter security.google.com/settings/security/permissions. Was dabei mit Ihren Daten passiert, steht in der Datenschutzerklärung.

Wenn Sie den Upload in einen bestehenden Ablauf einbauen wollen, zum Beispiel in n8n, lesen Sie weiter unter Videos mit n8n veröffentlichen. Die Pläne und Upload-Kontingente finden Sie unter Preise.