Video Automation

Ratgeber · 2026-11-07

Upload-Post-Alternative: Wechsel in wenigen Minuten

Wenn Ihre Workflows heute mit der API von upload-post.com arbeiten, müssen Sie für einen Wechsel nicht neu entwickeln. Dieser Artikel zeigt, was gleich bleibt, was Sie umstellen und worauf Sie beim Umzug achten sollten.

Viele Teams veröffentlichen ihre Videos über eine einzige Schnittstelle, statt für YouTube, TikTok, Instagram und Co. jeweils eigene Integrationen zu pflegen. Upload-Post ist dafür ein bekannter Dienst. Gründe für einen Wechsel gibt es trotzdem: Datenverarbeitung in Deutschland, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach deutschem Recht, Abrechnung in Euro oder einfach ein Anbieter, den man telefonisch erreicht.

Video Automation bietet neben der eigenen REST API v1 eine Upload-Post-kompatible API. Gleiche Endpunkte, gleiche Feldnamen, gleiche Antwortformate. Für Ihren Code ändern sich nur zwei Dinge: die Basis-URL und der API-Schlüssel.

Was beim Wechsel gleich bleibt

Die kompatible API bildet die Endpunkte nach, die in typischen Integrationen vorkommen:

Endpunkt Zweck
POST /api/upload Video veröffentlichen oder planen
POST /api/upload_photos Fotos oder Karussell veröffentlichen
POST /api/upload_text Textbeitrag veröffentlichen
GET /api/uploadposts/status Status per request_id oder job_id abfragen
GET /api/uploadposts/schedule geplante Beiträge auflisten
PATCH / DELETE /api/uploadposts/schedule/{job_id} geplanten Beitrag ändern oder löschen
GET / POST /api/uploadposts/users Profile auflisten und anlegen
POST /api/uploadposts/users/generate-jwt Verbindungslink für Endkunden erzeugen
GET /api/uploadposts/me API-Schlüssel prüfen

Auch die Felder sind dieselben: user, platform[], title, video, scheduled_date, timezone, die plattformspezifischen Felder wie privacy_level für TikTok oder privacyStatus für YouTube, sowie Idempotency-Key und external_id. Der Kopf Authorization: Apikey ... bleibt ebenfalls gleich.

Was Sie umstellen

1. Basis-URL

Aus https://api.upload-post.com/api wird https://my-video-automation.com/api. Steht die URL in einer Umgebungsvariable, ist das eine Zeile.

2. API-Schlüssel

Den Schlüssel legen Sie im Dashboard von Video Automation unter API-Schlüssel an. Ein bestehender Upload-Post-Schlüssel funktioniert bei uns nicht, und umgekehrt.

3. Profile und Konten neu verbinden

Zugangstokens der Plattformen lassen sich nicht von einem Anbieter zum anderen übertragen. Das ist eine Vorgabe der Plattformen, nicht unsere. Sie legen deshalb Ihre Profile mit denselben Benutzernamen an und verbinden die Social-Media-Konten einmal neu, entweder selbst im Dashboard oder über einen Verbindungslink, den Sie Ihren Kunden schicken.

Ein Aufruf sieht danach genauso aus wie vorher:

curl -X POST "https://my-video-automation.com/api/upload" \
  -H "Authorization: Apikey YOUR_KEY" \
  -F user=kunde_mueller \
  -F "platform[]=youtube" \
  -F "platform[]=tiktok" \
  -F title="Neue Kollektion im Laden" \
  -F privacy_level=PUBLIC_TO_EVERYONE \
  -F video=@clip.mp4 \
  -F scheduled_date=2026-11-12T18:00:00 \
  -F timezone=Europe/Berlin

Ein geplanter Beitrag antwortet mit Status 202 und den Feldern success, job_id, scheduled_date und request_id. Den Fortschritt fragen Sie wie gewohnt über /api/uploadposts/status ab.

Unterschiede, die Sie kennen sollten

Webhooks mit Wiederholung

Webhooks signieren wir mit HMAC-SHA256. Den Signaturkopf senden wir unter dem bekannten Namen X-Upload-Post-Signature und zusätzlich als X-VA-Signature, sodass bestehende Prüfungen weiter funktionieren. Schlägt die Zustellung fehl, versuchen wir es mit wachsenden Abständen bis zu sechs Mal.

Abrechnung nach Uploads

Ein Upload ist ein Beitrag auf einem Konto. Ein Video, das Sie auf YouTube, TikTok und Instagram veröffentlichen, zählt also als drei Uploads. Die Pläne reichen von 1.500 Uploads im Monat (Starter) bis 100.000 (Agency). Die API ist in jedem Plan enthalten. Die Einzelheiten stehen auf der Seite Preise.

Anfragelimits und Dateigrößen

Die API begrenzt die Anfragen je Minute nach Plan: 30 im Testzeitraum, 60 im Starter, 120 im Pro, 300 im Business und 600 im Agency-Plan. Jede Antwort enthält die Köpfe X-RateLimit-Limit, X-RateLimit-Remaining und X-RateLimit-Reset. Eine Datei darf im Testzeitraum bis 500 MB groß sein, im Starter bis 2 GB und ab Pro bis 4 GB. Die Grenzen der Plattformen selbst gelten zusätzlich.

Medien werden automatisch gelöscht

Hochgeladene Videos speichern wir nur so lange, wie Ihr Plan es vorsieht (3, 7, 14, 30 oder 90 Tage), danach werden sie automatisch gelöscht. Wer Videos langfristig aufbewahren will, behält das Original bei sich.

Daten in Deutschland

Video Automation läuft auf eigenen Servern in einem Rechenzentrum der STRATO GmbH in Berlin, die Datenbank ist PostgreSQL. Zugangstokens der Plattformen speichern wir mit AES-256-GCM verschlüsselt. Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung ist in jedem Plan enthalten, Sie finden ihn unter AV-Vertrag.

Einen Punkt sollten Sie ehrlich einordnen: Sobald Sie einen Beitrag veröffentlichen, gehen die Inhalte an die jeweilige Plattform, etwa an Google, TikTok oder Meta. Dort gelten deren Bedingungen, und die Daten können außerhalb der EU verarbeitet werden. Das ist bei jedem Anbieter so, weil die Plattformen selbst die Empfänger sind. Mehr dazu im Artikel Social-Media-API und DSGVO.

Plattformfreigaben

Jede Plattform prüft Anwendungen, die im Namen anderer veröffentlichen. Solange eine Prüfung läuft, gelten Einschränkungen. Bei TikTok etwa werden Beiträge einer noch nicht geprüften Anwendung nur privat veröffentlicht. Welche Freigaben aktuell vorliegen, steht in den häufigen Fragen. Wir schreiben dort lieber den echten Stand hin, als Ihnen etwas zu versprechen, das eine Plattform noch nicht freigegeben hat.

Schritt für Schritt umziehen

  1. Konto anlegen und den Testzeitraum starten (14 Tage, ohne Karte).
  2. API-Schlüssel erzeugen und mit GET /api/uploadposts/me prüfen.
  3. Profile mit denselben Benutzernamen anlegen, per Dashboard oder POST /api/uploadposts/users.
  4. Konten verbinden, bei Kundenkonten über Verbindungslinks aus generate-jwt.
  5. In einer Testumgebung die Basis-URL umstellen und einen Beitrag auf einem eigenen Konto veröffentlichen.
  6. Webhook-Adresse eintragen und die Signaturprüfung testen.
  7. Produktion umstellen. Bereits bei Upload-Post geplante Beiträge laufen dort weiter oder werden dort gelöscht, sie wandern nicht automatisch mit.

Die vollständige Beschreibung der Endpunkte finden Sie auf der Seite API.